Variation in Weiss

Ulli (www.cafeweltenall.wordpress.com) hat mich angesteckt: wunderbare Bilder zum Thema “Weiss” hat sie gezeigt. Beim Winterspaziergang am Rande der Schwäbischen Alb heute früh habe ich die winterweisse Stimmung genossen.  Mein Lieblingsbaum erscheint mir mit seinem kahlen Geäst, von wenig Schnee geschmückt, besonders majestätisch, der Blick zurück auf das nahe Dorf anrührend still.

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Schreiben. Leben.

Warum eigentlich schreiben? Woher kommt dieser Mitteilungsdrang? Es schreibt aus mir, habe ich oft gedacht. Kein Plan, plötzlich das Gefühl: jetzt muss es raus. Was? Das erkenne ich – oft mit Staunen – erst, wenn der Text vor mir liegt.

Ich lese gerade „Das Leben wortwörtlich“, ein Gespräch zwischen Martin Walser und Jakob Augstein (Rowohlt, Hamburg, 2017, ISBN 978 3 498 00680 8).

„Stimmt!“, denke ich, als ich lese, dass Martin Walser erklärt, der Schriftsteller schreibe in erster Linie für sich selbst.  Schön, wenn meine Gedanken andere berühren, aber sie sind nicht das Ziel. Vages zu fassen versuchen, dem, was da noch formlos schwingt und brodelt eine Form geben, Klarheit.  Wenn das gelingt, auch ansatzweise, ist das Glück. Glück ist es auch, Walsers Zeilen zu lesen:

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Aufblick

Halbwegs annehmbare Temperaturen, halbwegs blauer Himmel, Regen- und Graupelschauer erst für den frühen Abend angesagt.  Ich entfliehe der sonntagnachmittäglichen Langeweile, nehme die nächste Tram und schlendere durch eines meiner Lieblingsviertel, am Sablon.  Friedlich chaotisches Gewimmel,  munteres Sprachengewirr, einheimische Sonntagsspaziergänger und Touristen stöbern in den auch heute geöffneten Antiquitäten- und obligatorischen Pralinenläden.  Großer Andrang in Bistros und Cafés. Ich finde einen freien Tisch im Pain Quotidien.  Links von mir wird Spanisch gesprochen, rechts Russisch, die Bedienung fragt auf Französisch mit flämischem Akzent nach meiner Bestellung.  Gut geht‘s mir hier, denke ich, und lehne mich entspannt zurück.  Mein Blick geht nach oben und entdeckt ein Bild für meine Sky.Lines. – Impressionen.

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Auf dem Heimweg holt mich der Schlechtwettereinbruch ein. Meiner guten Laune kann er nichts anhaben.